Peru – Chachapoyas die Wolkenmenschen

 

Im Norden Perus, umschlossen von den Flüssen Marañón und dem Utcubamba lebte einst das weitentwickelte Volk der Chachapoya, der Name kommend aus der Sprache Quechua der Inkas, zusammengesetzt aus den Wörtern für „Baum“ und „Wolke“. Die Chachapoya wurden kurz vor der Spanischen Eroberung von den Inkas erobert, was diesen jedoch nicht so leicht viel denn die Chachapoya waren ein starkes kriegerisches Volk. Heute sind noch einige spektakuläre Bauten von ihnen erhalten, aber seht selbst in dem Artikel. Den Ausgangspunkt für die Erkundung der Gegend bietet die nach dem Volk benannte Stadt Chachapoyas. In der Nähe befindet sich auch noch der dritthöchste Wasserfall der Welt, der Gocta Wasserfall.

Die Festung Kuelap ist wahrscheinlich die beeindruckendste archäologische Fundstätte der Chachapoya Kultur. Die Außenmauern sind bis zu 18 m hoch und innen gibt es heute noch die Ruinen von 300 Rundbauten. Offenbar waren die Inkas auch so begeistert von der Anlage, sodass sie es nicht zerstört haben sondern teilweise erweitert und man hat auch religiöse Artifakte der Inkas in der Anlage gefunden.

Dort hinzukommen ist etwas schwierig, wir mussten zwei verschiedene Busse nehmen von Chachapoyas aus. Wir hatten ein Zelt dabei und haben dort übernachtet, was ziemlich kalt war und sind am nächsten Morgen herunter gelaufen zur Hauptstraße und brauchten dann nur einen Bus zurück. Im Moment wird auch hier eine Seilbahn gebaut, die die Anfahrtszeit wesentlich verkürzen wird.


Die Seilbahn ist noch nicht in Betrieb


Die Außenmauern der Festung Kuelap


Einer von drei engen Eingängen


Ein paar Lamas in der Anlage


Das sogenannte Tintenfass. Oben in der Mitte ist ein Loch und am Grund hat man Knochen gefunden, die vermutlich von wichtigen Personen stammen die hier bestattet wurden.

Das haben angeblich die Chachapoyas hier hinterlassen


Auf dem Rückweg


Der Rückweg war ziemlich rutschig weil schlammig und steil

Als Nächstes sind wir zu einem kleinen Dorf namens Huancas gefahren. Dort gibt es eine tiefe Schlucht, die wir so spektakulär gar nicht erwartet hätten. Das Dorf selbst ist in 20 Minuten von Chachapoyas zu erreichen und ich und Amanda waren uns recht einig das es wunderbar wäre hier zu wohnen. Irgendwie waren wir verzaubert von der Landschaft und der Ruhe. Es ist ziemlich grün, also lässt sich so Einiges anbauen und die Menschen die wir getroffen haben waren super freundlich.


Das wundersame Dorf Huancas am Abend


Die tiiiefe Schlucht


Nebel zog auf


Und plötzlich fanden wir uns an einem Riesen Gefängnis wieder. Es ist so schön hier, dass es mir wahrscheinlich sogar da drin gefallen würde.


Typische Lehm-Architektur

Dann ging es noch zu dem Gocta Wasserfall. Dieser wurde erst weltbekannt, nachdem ein Deutscher eine Expedition dorthin geleitet hat im Jahre 2005. Es ist allerdings nicht von allen anerkannt, dass er der dritthöchste ist. Mit 711 m ist er aber auf jeden Fall hoch! Die Wanderung dahin ist auch sehr schön. Leider konnte Amanda nicht mitkommen bis zum Fuße des Wasserfalls, da die Schuhe die sie extra vorher gekauft hat zu sehr gerieben haben. Zum Glück gab es aber vorher schon einen schönen Aussichtspunkt, sodass die trotzdem den Wasserfall sehen konnte.


Die Kraft des herunterfallenden Wassers peitscht einem die Gischt ins Gesicht

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